hatte mal wieder Gesprächsbedarf. Und dieses Telefonat hat mich doch derbe geschockt.

Ich muss einen Rehaantrag stellen. Sollte dieser binnen 10 Wochen nicht bei der Krankenkasse eingehen, stellt sie Mitte Mai die Zahlungen ein. Ist ja schön, dass die sich Sorgen um meine Gesundheit (oder eher um ihr Geld) machen, aber worauf soll ich in die Reha?

Also habe ich erstmal die OP-Termine mitgeteilt, den Rehaantrag muss ich trotzdem stellen. Und zwar sofort, also vor der OP nächste Woche.

Die zweite OP ist ja am 11.06. - mindestens 6 Wochen Gips sind ja auch schon angekündigt, das hieße also bis ca. Ende Juli.

Demnach könnte ich ab August in eine Reha. Mein Problem ist auch, dass ich nur noch bis August einschließlich Krankengeld beziehen werde.

Also wurde die Dame von der Krankenkasse erstmal gelöchert. Wie läuft das alles ab?
Zunächst also den Antrag stellen und an die Krankenkasse schicken, diese gibt auch noch einen Kommentar dazu ab und dann wird alles an die BFA weitergegeben. Von dort muss dann die Reha bewilligt werden. Wie lange die brauchen um eine Entscheidung zu treffen, ist mir hinlänglich bekannt sad .

Und sollte ich nicht bis Ende August wieder voll arbeitsfähig sein, muss ich mich bei der Agentur für Arbeit melden und von dort bekomme ich dann "Hilfe zum Lebensunterhalt". Ahhhhjaaaaa - heisst das dann für mich: Hartz IV ?

Da krieg ich doch voll die Flatter....



Zum anderen bin ich obersauer, denn diese ganzen zeitlichen Verzögerungen habe ich nicht selber verursacht, sondern wurde durch die Oberflächlichkeit der Ärzte veranlasst.
Also setze ich mich erstmal hin und entwerfe einen gepfefferten Brief an die Krankenkasse mit dem Krankheitsablauf. Es kann ja wohl nicht sein, dass die wochen- bzw. monatelanger Wartezeiten auf Termine (z.B. MRT oder Krankenhaus) und auch die Unlust gewisser Fachärzte und Professoren, sich vllt. mal auf etwas anderes zu konzentrieren als nur Rheuma-Rheuma-Rheuma zu Lasten des Patienten gehen.
Vielleicht habe ich ja Glück.

Auf meine Nachfrage, was für eine Reha-Klinik denn für mich in Frage kommen könnte bei den vielen Diagnosen, hieß es nur, die BFA würde schon das richtige raussuchen. Ja ne, is klar. Wurde ich doch z.B. mit einer Fuß-/Beinverletzung in eine - zwar orthopädische - Klinik geschickt, die jedoch auf Bandscheibenvorfälle spezialisiert war. An den meisten Anwendungen konnte ich damals überhaupt nicht teilnehmen - diese Reha war komplett unwirksam.


Gestern habe ich beim Durchlesen der Patienteninformationen der Klinik in Sendenhorst gelesen, dass dort im letzten Jahr auch eine Reha-Abteilung mit 90 Betten eröffnet wurde. Oh wie schön! Dann werde ich mal darum bitten, mich dorthin zu schicken. Da könnte ich dann bzgl. des Rheumas und der beiden Operationen rehabilitiert werden. Tja, das hätte was!


Also bitte: alle Mann feste Daumen drücken, dass das hinhaut und ich passend wieder arbeitsfähig bin. Ansonsten krieg ich echt nen massives Problem, der finanzielle Verlust durch den Krankengeldbezug ist schon erheblich sad .


Aber ich denke ja immer positiv...